Privatkliniken für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
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Laut einer erst kürzlich im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Meldung leiden viele Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, auch Monate danach noch an den Folgeerscheinungen. So litt in einer Kohortenstudie aus Norwegen sechs Monate nach der Erkrankung noch jeder 2. Patient an Residu­alsymptomen. Betroffen waren nach der Publikation in Nature Medicine (2021; DOI: 10.1038/s41591-021-01433-3) auch jüngere Patienten. Nur bei Kindern scheint Long COVID selten zu sein.

Besonders ungewöhnlich sei, dass es bei COVID-19 auch nach milden Verläufen häufiger zu Residual­symptomen kommt, so auch in einer Kohorte von 312 Patienten, die ein Team um Nina Langeland von der Universität Bergen in Norwegen seit ihrer Erkrankung im letzten Jahr begleitet. Es handelt sich um 82 Prozent aller dokumentierten COVID-19-Erkrankungen, die während der 1. Welle in der zweitgrößten Stadt des Landes dokumentiert wurden

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Von den 312 Patienten waren 247 nur leicht an COVID-19 erkrankt. In dieser Gruppe klagten bei einer Untersuchung nach 6 Monaten noch 136 Patienten (55 Prozent) über Residualsymptome: Am häufigsten waren Fatigue (30 Prozent),Geschmacks- und/oder Geruchsstörungen (27 Prozent), Konzentrationsstörungen (19 Prozent), Gedächtnisstörungen (18 Prozent) und Dyspnoe (15 Prozent) festzustellen.

Auch bei den jungen Erwachsenen (im Alter von 16 bis 30 Jahren) hatten 52 Prozent nach 6 Monaten noch Symptome.

Das stellt unser Gesundheitswesen vor große Herausforderungen: Viele der Patienten, die ja der Gruppe der Erwerbstätigen angehören, kommen nicht mehr mit voller Arbeitsleistung aus dem Krankenstand zurück. Darüber hinaus leiden viele von ihnen psychisch auch darunter, plötzlich nicht mehr voll und ganz leistungsfähig zu sein.

Darüber hinaus kam und kommt es in der Pandemie grundsätzlich zu einer Zunahme psychischer und körperlicher Belastungssymptome, die teilweise durch die langanhaltende Isolation, aber auch durch zusätzliche Arbeitsbelastung (insbesondere bei Frauen, die neben der Hausarbeit und dem Homeschooling auch noch Homeoffice leisten mussten) und ganz besonders durch finanzielle Sorgen zu erklären sind. Des Weiteren war für viele Menschen gerade die Tatsache, dass insbesondere in der 3. Welle lange nicht klar war, wann Öffnungsschritte wieder möglich sind einer Art „Gefangenenzustand ohne zeitliche Begrenzung“ gleichzusetzen. Viele Menschen, die sich noch über die ersten beiden Wellen gerettet hatten, verloren mit Beginn des letzten Lockdowns endgültig die Hoffnung.

Um diesen Menschen zu helfen, haben die Vincera-Kliniken ein eigenes Post-Covid-Programm entwickelt, das nicht nur eindimensional an den medizinischen Ausprägungen der Pandemie ansetzt, sondern die Resilienzfähigkeit und damit die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen in den Mittelpunkt stellt. Kurzum: Bei Vincera lernen Menschen, die an und unter Covid gelitten haben und noch an den Folgen leiden, wie sie ein neues, mental und körperlich gesundes Leben aufbauen können.

Das Long-Covid-Behandlungskonzept von Vincera:

„all in one – alone“: Körper, Geist und Seele im Einklang

Aus der langjährigen Erfahrung unserer Ärzte und Therapeuten heraus, reicht eine lediglich auf der körperlichen Ebene stattfindende Behandlung der Symptome gerade bei Long-Covid-Patienten nicht aus: Die Erfahrung, eine pandemische Erkrankung überstanden zu haben, aber täglich noch immer an den Folgen zu leiden, kann dazu beitragen, dass Unsicherheit ein stetiger Begleiter wird. Jeden Tag werden die Patienten an die Erkrankung erinnert – und daran, dass nichts mehr normal ist, dass die Pandemie immer noch da ist – genauso wie die körperlichen Symptome. Deshalb setzt da Vincera-Programm an drei Punkte an: Körper, Geist und Seele. Alle müssen im Einklang sein, damit sich die Patienten wieder komplett „all in one“ fühlen und alleine „alone“, aber nicht isoliert ihren Lebensweg weitergehen können. Was heißt das konkret?

Körper: Auf der körperlichen Ebene setzen wir an der Wiederherstellung der körperlichen Belastbarkeit an: Durch gezielte Übungen beispielsweise zur Überwindung der Erschöpfung und zur Kontrolle der Atemnot, durch Muskelaufbau-Training, aber auch durch naturnahe Erlebnisse steigern wir nicht nur die physische Belastbarkeit, sondern holen gemeinsam das Vertrauen in den eigenen Körper als Kraftwerk zurück. Langsam und aufbauend erleben die Patienten, wie ihnen jeden Tag mehr gelingen kann. Sie fühlen sich wieder zuhause in ihrem Körper und merken, dass sie sich auf diesen verlassen können.

Selbstwert: Durch den wieder langsam erstarkenden Körper stellt sich auch nach und nach wieder mehr Selbstvertrauen ein. Unsere Ärzte und Therapeuten unterstützen die Patienten dabei, auch in Zukunft mit Selbstzweifeln und Selbstvorwürfen besser umgehen zu können und arbeiten am Selbstwert der Betroffenen: Neben dem Selbstvertrauen, also der positiven Einstellung zu den eigenen Fähigkeiten und Leistungen üben wir Selbstakzeptanz, also eine positive Einstellung zu sich selbst, und insbesondere soziale Kompetenz – gerade nach dem Erleben von sozialer Isolation durch Krankheit oder in Quarantäne eine wichtige Säule des Selbstwertes, die wir deshalb ganz besonders stärken werden.

Wissend, dass es immer wieder Situationen geben kann, in der wir – wie in einer Pandemie - nicht alles kontrollieren können, üben wir, wie wir die Übersicht, die innere Ruhe und Kraft behalten können. Dabei spielt auch Meditation eine große Rolle.

Soziale Kontakte: Viele Patienten litten und leiden gerade an der durch Corona verursachten Isolation. In unserem Long-Covid-Programm lernen die Patienten, dass sie auch in der Isolation ganz bei sich sein können. Aber auch, wie es wieder gelingen kann, sich für Menschen zu öffnen. Ganz besonders üben wir durch Selbstreflexion und gezielte Techniken, wie Patienten mit Stigmatisierung oder Vorwürfen während oder nach der Covid-Infektion umgehen können. Techniken, die im alltäglichen Leben sicherlich genauso hilfreich sein werden wie nach einer überstandenen Corona-Infektion!

In unserem ganzheitlichen, Körper, Geist und Seele ansprechenden Konzept fokussieren wir uns insbesondere auf diese 3 Aspekte. Die Behandlung richtet sich selbstverständlich trotzdem immer nach den ganz individuellen Symptomen der Patienten. Die Behandlung erfolgt in psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen. Ergänzt wird das ganzheitliche Konzept durch tagesstrukturierende und aktivierende Therapien, ebenso durch kreative Therapieansätze.

Bei uns sind Sie in besten Händen.

Planen Sie einen Aufenthalt in unseren Kliniken? Wir sind gerne für Sie da und nehmen uns Zeit für eine umfassende und diskrete Beratung.

Mo-Fr. 07:30-21 Uhr
Sa-So/Feiertag: 09-18 Uhr

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Unsere Standorte

Jede Vincera Privatklinik ist ein Versprechen:
In heilsamer Umgebung behandeln
wir einzigartig – so einzigartig, wie Sie es sind.

FAQ

Welche Symptome können auftreten?

  • eine mögliche Langzeitfolge der Coronavirus-Infektion
  • es gibt noch keine einheitliche Definition der Langzeitfolgen
  • anhaltende Atemnot
  • Chronische Erschöpfung
  • anhaltende Ängste
  • vermindertes Selbstvertrauen
  • soziale Isolation
  • Fortbestehende Ängste mit pathologischem Verlauf, insbesondere bei vulnerablen Personen
  • Erhöhter Medienkonsum, Gefühl der Sinnleere, Strukturierungsproblematik des Tage
  • Gefühl der Stigmatisierung durch andere während der Erkrankung und die sozialen „Spätschäden“ (gestörter soz. Zusammenhalt etc.)
  • Gefühl der sozialen Isolation und der Hilflosigkeit
  • Vermindertes Vertrauen in das Selbst und die eigenen Fähigkeiten
  • Verschlechterung von vorbestehenden psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankungen
  • Akute Selbst- und Fremdgefährdung
  • Akute psychiatrische Krankheitsbilder wie akute Psychosen)
  • fehlende Absprachefähigkeit
  • im Vordergrund stehende Suchterkrankung

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