Umgang mit Angsterkrankten – Tipps für Angehörige
Wenn ein nahestehender Mensch unter einer Angsterkrankung leidet, ist das auch für Angehörige oft belastend. Die Ängste erscheinen übertrieben oder irrational – und doch sind sie für Betroffene sehr real. Hier erfahren Sie, wie Sie Betroffenen unterstützend zur Seite stehen können, ohne Ihre Ängste zu negieren oder durch bestimmte Verhaltensmuster noch zu verstärken.

Wir sind für Sie da: Kompetente Hilfe bei der Wahl der richtigen Therapie.

Was ist eine Angststörung?
Angsterkrankungen bzw. Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie äußern sich in übermäßiger, anhaltender Angst, die sich auf bestimmte Situationen, Objekte oder ohne erkennbaren Auslöser richtet. Körperlich können Symptome wie Herzklopfen, Schwitzen oder innere Unruhe auftreten. Betroffene vermeiden häufig bestimmte Situationen, was den Alltag erheblich einschränken kann.

Wie kann ich als Angehöriger helfen?
Angsterkrankungen sind für Außenstehende oft schwer nachvollziehbar. Dennoch können Sie auf folgende Weise helfen:
- Nehmen Sie die Ängste ernst, auch wenn diese für Sie nicht nachvollziehbar erscheinen.
- Hören Sie geduldig zu, ohne vorschnelle Lösungen anzubieten.
- Unterstützen Sie bei der Strukturierung des Alltags, aber nicht in vermeidendem Verhalten.
- Bieten Sie Gespräche über mögliche professionelle Hilfe an.
- Bleiben Sie verlässlich und geben Sie emotionale Sicherheit.

Wenn Unterstützung von außen wichtig wird
Angsterkrankungen verschwinden selten von allein. Wenn sich das Leben zunehmend um die Angst dreht, ist therapeutische Hilfe essenziell. Trotzdem scheuen viele Betroffene den Schritt zur Therapie. Häufig aus Angst, mit ihren Ängsten konfrontiert zu werden. Als Angehörige können Sie motivieren, Informationen weitergeben und den Weg zur professionellen Hilfe ebnen – ohne zu drängen.
Soforthilfe für den Alltag mit Angsterkrankten
Wir beraten Sie gerne in Bezug auf eine teil- und vollstationäre Behandlung in unseren Privatkliniken.
Umgang mit Angst- und Panikstörungen
Angst- und Panikstörungen liegen nah beieinander. Es gibt jedoch auch Unterschiede. Je besser Sie die einzelnen Erkrankungen verstehen, desto besser können Sie die richtige Unterstützung für die betroffene Person bieten.
Wo wir Ihnen helfen können
Unsere Kliniken bieten Betroffenen mit Angsterkrankung einen sicheren Rahmen für Stabilisierung, Therapie und neue Perspektiven.
Wir stehen Ihnen zur Seite
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Weitere Informationen zum Umgang mit Angsterkrankten
Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Versuchen Sie, selbst ruhig und präsent zu bleiben. Ihre Gelassenheit kann sich beruhigend auf die betroffene Person auswirken. Bieten Sie Halt, ohne die Angst zu bewerten oder zu relativieren. Unterstützen Sie den Fokus auf einen neutralen Gegenstand oder auf die Atmung – ohne Druck, sondern durch sanftes Anleiten. Vermeiden Sie es, konfrontative Situationen herbeizuführen, aber fördern Sie gleichzeitig keine ausweichenden Verhaltensmuster. Oft reicht es, einfach wertfrei da zu sein.
Sprechen Sie offen und einfühlsam über die Ängste, wenn die betroffene Person bereit dazu ist. Meiden Sie Verharmlosung oder gut gemeinte Ratschläge wie „Du musst dich zusammenreißen“. Wichtiger ist es, Verständnis zu zeigen und gemeinsame Lösungen zu finden.
Akzeptieren Sie Rückschritte. Angsterkrankungen verlaufen oft in Wellen. Betonen Sie auch kleine Fortschritte und vermeiden Sie Druck. Bleiben Sie jedoch über die Zeit der Erkrankung hinweg zugewandt, denn Ihre Zuversicht kann Mut machen – auch, wenn sich nicht sofort Veränderungen zeigen.
Sich um jemanden mit einer psychischen Erkrankung zu kümmern, kann emotional sehr anstrengend sein. Achten Sie auf Ihre Grenzen, nehmen Sie eigene Gefühle ernst und holen Sie sich Unterstützung – beispielsweise durch Beratung, Austauschgruppen oder therapeutische Begleitung.


