Selbsttest für Angehörige von psychisch Erkrankten

Machen Sie sich Sorgen um einen geliebten Menschen und seine mentale Verfassung? Nicht nur Betroffene von psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen stehen unter großem Leidensdruck. Auch das Umfeld bekommt häufig die negative Strahlkraft davon unmittelbar zu spüren. Die Folge: Verzweiflung, Sorge und Ratlosigkeit ziehen gleich über mehrere Ebenen ihre Kreise. Ein Online-Selbsttest für Angehörige kann ein erster guter Hinweisgeber sein, um die Situation und das Verhalten seines Freundes oder Familienmitglieds besser einzuschätzen. Er ersetzt zwar keinesfalls eine ärztliche Diagnose, hilft aber schnell, diskret und niederschwellig dabei, ein klareres Bild zu bekommen.

Computerbildschirm, der das Logo der Vincera Klinik Bad Waldsee zeigt.

Wir sind für Sie da!

Machen Sie sich Sorgen um Ihren Angehörigen? Wir sind für Sie da und beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten der therapeutischen Unterstützung für ihn bei uns.

Eine weinende Patientin tupft sich die Tränen mit einem Taschentuch weg.

Wann ein Selbsttest sinnvoll sein kann

Gefühlsschwankungen, gedrückte Stimmung, große Trauer, Rückzugsverhalten, Sprach- und Hoffnungslosigkeit – wenn sich das Verhalten eines Angehörigen über einen längeren Zeitraum hinweg massiv verändert und man einen nahestehenden Menschen „kaum noch wiedererkennt“, können auch psychische Probleme die Ursache dafür sein. Symptome von psychischen Erkrankungen können sich völlig unterschiedlich darstellen und sich körperlich, aber auch im Verhalten oder in geänderten Denkweisen widerspiegeln – meist kommen sie sehr schleichend, anfangs kaum erkennbar, manchmal aber auch sehr plötzlich oder aus scheinbar „unerklärlichen“ Gründen. Häufig ist es als Angehöriger nicht leicht, solche Anzeichen richtig einzuordnen! Wenn aber die Warnsignale immer deutlicher werden, auch Gespräche oder „Aufmunterungsversuche“ nicht mehr helfen, sich Wesensveränderungen manifestieren und dadurch auch die Partnerschaft, der Alltag oder das Zusammenleben stark belastet werden, ist es richtig, die Situation im Sinne seines Angehörigen und auch für sich selbst näher zu betrachten – beispielsweise anfangs auch mittels eines Selbsttests.

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Wie funktioniert ein Selbsttest?

Anonym, schnell, unverbindlich, kostenlos und mit nur wenigen Klicks: Unsere Selbsttests basieren auf wissenschaftlich geprüften Kriterien und erfassen typische Symptome verschiedener psychischer Erkrankungen. Mittels leicht verständlicher Fragestellungen kann aufgrund der Antworten eine erste, grobe Einschätzung zur Situation Ihres Angehörigen erfolgen und Ratschläge für weitere Maßnahmen gegeben werden – falls die Ergebnisse mögliche Hinweise auf eine psychische Erkrankung liefern. Wichtig ist, die Fragen so ehrlich wie möglich zu beantworten.

Die Auswertung kann Ihnen anschließend als guter Ausgangspunkt dienen, nächste Schritte abzuwägen, oder aber auch bestenfalls Sorgen um Ihren Angehörigen zu relativieren. Bitte bedenken Sie aber immer, dass ein Selbsttest nur ein erster, schneller „Ratgeber“ ist und keinesfalls eine professionelle Diagnose darstellen kann. Wenn weiter große Zweifel bestehen, Sie sich belastet durch die Situation fühlen oder unsicher sind, wie damit umzugehen ist, sollten Sie sich unbedingt an einen Facharzt oder Therapeuten wenden.

Unsere Selbsttests für Angehörige von psychisch Erkrankten im Überblick

Hier finden Sie eine Auswahl unserer kostenlosen digitalen Tests, die Ihnen helfen können, die Symptome Ihres Angehörigen besser einzuschätzen. Dieses Angebot soll Sie dabei unterstützen, sich nicht zu große Sorgen zu machen oder – falls die Ergebnisse darauf hinweisen – weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Eine Patientin bekommt eine Informationsbroschüre der Vincera Kliniken erklärt.

Wenn nächste Schritte notwendig werden

Sie sind schon den ersten richtigen Schritt gegangen! Sie setzen sich mit der Situation Ihres Angehörigen auseinander und haben erkannt, dass er vielleicht mehr Unterstützung benötigt, als Sie ihm gerade geben können. Wenn auch die Testergebnisse eines unserer Selbsttests darauf hingewiesen haben, dass ggf. eine psychische Erkrankung die Ursache für das veränderte, besorgniserregende Verhalten Ihres Angehörigen sein könnte, ist es jetzt wichtig, unbedingt fachlichen Rat einzuholen. Bestenfalls sollte sehr zeitnah eine fachliche Diagnose angestrebt werden. Auch wir können Ihnen helfen und bieten schnelle Unterstützung in der akuten Krise: In unseren Vincera Privatkliniken sind wir Experten für Diagnostik und die Behandlung von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Wir sind für Sie da und beraten Sie kompetent dabei, die nächsten wichtigen und richtigen Schritte, z. B. eine stationäre oder teilstationäre Therapie, zu planen, damit Ihr Angehöriger schnellstmöglich die professionelle Hilfe bekommt, die er zur Wiederherstellung oder Stabilisierung seiner seelischen Gesundheit benötigt.

Kurzfristige Aufnahme möglich

Wer schnelle Hilfe im seelischen Ausnahmezustand sucht, braucht keine langen Wartezeiten: Wir helfen Ihnen dabei, in einer unserer Privatkliniken einen geeigneten stationären oder teilstationären Therapieplatz zu finden.

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Häufig gestellte Fragen zum Erkennen von psychischen Erkrankungen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Psychische Erkrankungen äußern sich oft schleichend. Warnsignale können anhaltende Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, sozialer Rückzug, Schlafstörungen oder extreme Stimmungsschwankungen sein. Auch plötzliche Veränderungen im Verhalten oder in der Lebensführung sind häufige Hinweise. Wenn solche Anzeichen über Wochen bestehen bleiben, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Psychische Belastungen sind vorübergehende Reaktionen auf schwierige Lebenssituationen wie Stress, Trauer oder Überforderung. Sie gehören zum Alltag und sind meist durch eigene Ressourcen bewältigbar. Eine psychische Erkrankung oder Störung hingegen liegt vor, wenn Symptome wie Ängste, depressive Verstimmungen oder Zwangsgedanken über längere Zeit bestehen. Sie führen dazu, dass Betroffene leiden und die Lebensqualität sowie das Alltagsleben deutlich beeinträchtigt sind. Eine medizinische Abklärung schafft hier Klarheit.

Wenn Symptome über mehrere Wochen hinweg auftreten oder bestehen und die alltägliche Lebensführung einschränken, ist professionelle Unterstützung dringend empfohlen. Frühzeitige Hilfe verbessert die Prognose erheblich.

Zeigen Sie Verständnis und Geduld. Suchen Sie das Gespräch in einem ruhigen Moment, ohne zu drängen oder zu bewerten. Bieten Sie Ihre Unterstützung an und regen Sie sanft an, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Oft hilft es beispielsweise, gemeinsam erste Schritte zu gehen – etwa einen Arzttermin zu vereinbaren oder Informationen über Behandlungsmöglichkeiten einzuholen.

Setzen Sie klare Grenzen, informieren Sie sich über die Erkrankung und nutzen Sie Unterstützungsangebote wie Angehörigengespräche oder Selbsthilfegruppen. Auch der Austausch mit Fachpersonen kann entlasten. Wichtig ist: Nur wer selbst stabil bleibt, kann wirksam helfen.