Burnout erkennen - Warnsignale für Angehörige
Wenn ein Mensch über längere Zeit über seine Belastungsgrenze geht, keine Ruhe mehr findet und permanent unter Strom und Stress steht, ohne diesen kompensieren zu können, dann sollte gehandelt werden! Ein sogenannter Burnout kann zur schlimmen Folge all dessen werden, und das, obwohl die seelischen und körperlichen Warnsignale häufig sehr deutlich sind. Meist ist es jemand aus dem Umfeld, der viel früher als der Betroffene selbst erkennt, dass etwas nicht stimmt und diese Situation und der Zustand zum Leidensdruck geworden sind. Auf dieser Seite erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wie Sie mit Betroffenen sprechen und sie gezielt unterstützen können, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Angehöriger über die Maßen „ausgebrannt“ ist.

Wir sind für Sie da: Kompetente Hilfe bei der Wahl der richtigen Therapie.

Was ist Burnout?
Das Burnout-Syndrom beschreibt einen Zustand körperlicher, emotionaler und mentaler Erschöpfung infolge chronischer Überforderung. Lange Zeit wurde Burnout vornehmlich als Stressfolge bei Berufsgruppen mit hoher Verantwortung oder Arbeitsbelastung in Zusammenhang gebracht – fand sogar absurderweise positive Anerkennung in der Gesellschaft, da es als „Managerkrankheit“ galt und mit übermäßigem Fleiß und Erfolg im Job gleichgesetzt wurde. Glücklicherweise ändert sich diese fälschliche Denkensweise immer mehr, denn Burnout kann nahezu jeden treffen. Besonders gefährdet sind neben den beruflichen „High-Performern“ auch Eltern, Personen in der Angehörigenpflege oder Menschen mit Perfektionismus, hohen Ansprüchen, chronischem Schlafmangel, traumatischen Erfahrungen oder geringem Selbstwertgefühl. Typische Symptome sind z. B. Müdigkeit, sozialer Rückzug, Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme oder Gefühllosigkeit, aber auch körperliche Anzeichen wie Tinnitus, Bauchweh, Darmbeschwerden oder Herzrasen.

Frühe Warnsignale: So erkennen Sie Burnout bei Angehörigen
Betroffene zeigen oft schleichende Veränderungen: Sie wirken über Wochen oder sogar Monate gereizt, emotional distanziert oder ziehen sich immer mehr zurück. Auch körperliche Beschwerden wie Schlafprobleme, Kopf- oder Rückenschmerzen können auftreten und erste Hinweise sein. Achten Sie auf Aussagen wie „Ich kann nicht mehr“ oder „Ich funktioniere nur noch“ – sie deuten auf eine ernstzunehmende Überforderung hin, vor allem wenn solche Verbalisierungen wiederkehrend sind. Auch untypische Verhaltens- und Wesensänderungen sind deutliche Warnsignale, z. B. wenn jemand plötzlich keine Freude mehr an Dingen hat, die ihm sonst immer Spaß gemacht haben, oder aufhört, Freundschaften, Beziehungen oder andere soziale Kontakte zu pflegen.

Rolle von Angehörigen bei der Erkennung von Burnout
Als nahestehende Person sind Sie in einer wichtigen Position, denn Sie bemerken erste individuelle Anzeichen oder eine untypische Wesensveränderung häufig als Erste. Ihre Unterstützung kann den Weg zur professionellen Hilfe erleichtern, wenn sie ruhig, empathisch und nicht wertend erfolgt. Thematisieren Sie vorurteilsfrei und ohne Schuldzuweisung die Lage, Ihre Wahrnehmung und Besorgnis – ohne Druck! Versuchen Sie, die Situation wo möglich zu entschleunigen, sorgen Sie für seelisches Wohlsein und versuchen Sie, proaktiv Auszeiten oder positive Ablenkung zu generieren. Sie kennen Ihren Angehörigen am besten und wissen vielleicht, was ihm guttun könnte. Gleichzeitig sollten Sie Ihre eigenen Grenzen im Blick behalten und sich nicht überfordern – sollten Ihre Bemühungen nicht mehr helfen, weil die Ausmaße der Belastung schon zu weit vorangeschritten sind, nehmen Sie weiter Anteil, teilen aber bitte die Thematik und die Verantwortung mit anderen … auch zum eigenen Gesundheitsschutz!
Burnout-Test für Angehörige
Sie machen sich Sorgen um eine nahestehende Person? Unser Burnout-Test hilft Ihnen, typische Symptome besser einzuordnen. Er ersetzt keine medizinische Diagnose, gibt aber eine erste Orientierung, ob ein professionelles Gespräch sinnvoll sein könnte.
Hinweis: Durch einen Klick auf „Burnout-Test“ erfolgt eine Weiterleitung auf die Webseite von Outgrow. Sie verlassen somit die Webseite und die Verantwortlichkeiten der Vincera Kliniken. Bei Outgrow handelt es sich um einen Dienst zur Erstellung von Fragebögen, welche damit organisiert und ausgewertet werden können. Die Daten, welche Sie im Rahmen der Fragebögen eintragen, werden auf den Servern von Outgrow gesichert. Die Vincera Kliniken haben keinerlei Einfluss auf die Verarbeitung der Daten durch den Anbieter Outgrow. Die Vincera Kliniken erhalten nach Abschluss des Fragebogens Zugang zu Ihren Antworten. Weitere Informationen zu der Datenverarbeitung durch Outgrow finden Sie unter: outgrow.co und outgrow.co/privacy-policy/. Dieser Selbsttest ist lediglich dazu in der Lage, Anhaltspunkte für das Vorhandensein einer psychischen Erkrankung zu geben, wobei er keine medizinische Diagnose ergibt. Daher darf er nicht für eine Selbstdiagnose eingesetzt werden. Das Stellen einer gesicherten Diagnose ist vor allem bei psychischen Erkrankungen nur durch einen Facharzt oder psychologischen Psychotherapeuten möglich, welcher die Beurteilung in einem persönlichen Gespräch vornimmt. Beim Eintreten von Schäden oder Unannehmlichkeiten, welche auf Schlussfolgerungen allein auf Basis des Ergebnisses dieses Selbsttests beruhen, haften die Vincera Kliniken weder für unmittelbare Schäden noch für mittelbare.
Wo wir Ihnen helfen können
Unsere Kliniken bieten Betroffenen mit Burnout einen sicheren Rahmen für Stabilisierung, Therapie und neue Perspektiven.

Bad Waldsee
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