Burnout bei Ärzten

Immer mehr Ärzte leiden an Burnout. Kein Wunder, denn der Alltag von Ärztinnen und Ärzten ist von einem hohen Arbeitspensum, zunehmend bürokratischen Aufgaben, von körperlicher Strapazierung sowie von emotionaler Belastung im zwischenmenschlichen Kontakt geprägt. Unter dem immensen körperlichen und emotionalen Druck ohne Mitspracherecht oder Unterstützung von außen wird die Behandlung von Patienten zur Arbeit wie am Fließband. Während man sich im Beruflichen stets um das Wohlergehen anderer kümmert, kommen die eigene Person, die Familie und soziale Kontakte im Privatleben oft zu kurz. Kann der Stress von Arbeitssituationen nur unzureichend bewältigt werden, führt das zur Überlastung. Die Folge ist oft Erschöpfung und ein Gefühl des Ausgebranntseins — Anzeichen für das Burnout-Syndrom. Wir von Vincera behandeln Burnout bei Ärzten in unseren Privatkliniken ganzheitlich.

Ein Therapeut sitzt in seinem Sessel im Rahmen einer Therapiesitzung

Wir sind für Sie da: Kompetente Hilfe bei der Wahl der richtigen Therapie.

Ein Mann nimmt an einer Musiktherapie teil.

Symptome eines Ärzte-Burnouts

Das Burnout-Syndrom äußert sich bei Betroffenen sowohl auf emotionaler, psychischer als auch körperlicher Ebene. Zu den Symptomen gehören unter anderem:

  • Erschöpfung und fehlende Energie
  • geringe Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit
  • Gereiztheit 
  • Motivations- und Antriebslosigkeit
  • vermindertes Selbstwertgefühl
  • innere Leere und Selbstentfremdung
  • Schwindel und Benommenheit
  • Atem- oder Herzbeschwerden
  • Tinnitus

Darüber hinaus erhöht sich mit einem Burnout für Ärzte das Risiko erheblich, ebenfalls an psychosomatischen Erkrankungen, Depressionen oder einer Angststörung zu erkranken.

Patientin sitzt auf einem Sofa und hört einer Therapeutin zu

Vincera: Hilfe finden in spezialisierten Kliniken

Psychische Erkrankungen, wie das Burnout oder Depressionen bei Ärzten, werden häufig durch den Beruf verursacht oder zumindest begünstigt. Daher haben wir uns von Vincera auf die Therapie von Menschen aus Berufsgruppen mit besonderer Verantwortung spezialisiert. Unter Berücksichtigung Ihres beruflichen Hintergrunds erstellen wir einen auf Sie zugeschnittenen Therapieplan. Wir bieten Ihnen in unseren Privatkliniken für Psychotherapie und psychosomatische Medizin die Möglichkeit, in erholsamer Umgebung fernab vom Stress und dem emotionalen Druck Ihrer Arbeit die innere Balance zwischen Körper und Seele wiederzufinden. Gleichzeitig unterstützt die ganzheitliche Behandlung dabei, die Symptome Ihrer Erkrankung in den Griff zu bekommen und die Rückkehr in den Berufsalltag zu erleichtern.

Wir sind gerne für Sie da.

Planen Sie einen stationären Aufenthalt? Dann kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich individuell und vertraulich beraten.

Mögliche Therapieverfahren bei Burnout

Psychotherapie

In Gesprächen und Übungen arbeiten wir gemeinsam an der Verarbeitung psychischer Belastungen.

Medizinische Ernährungsberatung

Gesunde Ernährung wird gezielt eingesetzt, um körperliches und seelisches Wohlbefinden zu fördern.

Physiotherapie

Mit gezielten Übungen verbessern wir Beweglichkeit und reduzieren körperliche Beschwerden.

Akupunktur

Durch gezielte Reize wird der Energiefluss im Körper angeregt und Beschwerden gelindert.

Lichttherapie

Helles Licht gleicht den Hormonhaushalt aus und hilft bei Stimmungstiefs und Schlafstörungen.

Kreativtherapie

Künstlerische Aktivitäten helfen, Gefühle auszudrücken und Stress abzubauen.

Bewegungstherapie

Gezielte Bewegungsabläufe fördern die körperliche Gesundheit und das seelische Gleichgewicht.

Tiergestützte Therapie

Der Kontakt zu Tieren schafft Vertrauen und unterstützt die Heilung auf emotionaler Ebene.

Achtsamkeitsbasierte Therapie

Mit Übungen zur bewussten Wahrnehmung stärken wir innere Ruhe und Resilienz.

Entspannungsverfahren

Techniken wie Atemübungen oder Meditation lösen Anspannung und reduzieren Stress.

Naturtherapie

Die Natur wird aktiv in den Heilungsprozess einbezogen, um Körper und Geist zu stärken.

Moderne Therapie: Burnout überwinden

Burnout bei Ärzten behandeln wir immer multimodal. Dabei werden verschiedene bewährte Therapiemodelle kombiniert, um die Erkrankung optimal zu kurieren. Neben der stationären Psychotherapie mit einzel- und gruppentherapeutischen Einheiten ist in unseren Privatkliniken bei der Burnout-Behandlung der Einsatz von Entspannungsverfahren und körpertherapeutischen Ansätzen zentral. Wichtig ist, dass Sie sich während Ihres Aufenthalts bei Vincera auf den Rollenwechsel — vom Arzt nun zum Patienten — einlassen können. Auch darauf gehen wir bei der Behandlung ein und unterstützen Sie bestmöglich dabei, aus dem “Arbeits-Modus“ auszubrechen.

Eine Gruppentherapie bei der die Patienten gemeinsam Musik machen.

Häufig gestellte Fragen zu Burnout bei Ärzten

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Burnout bei Ärzten.

Die tägliche Arbeit vieler Ärztinnen und Ärzte ist geprägt von großer Belastung, enormer Hektik und langen Arbeitszeiten. Häufig sind die Ursachen für einen Burnout unter Ärzten:

  • sehr hoher Leistungsdruck
  • unstrukturierter Arbeitsalltag ohne Ruhepausen
  • Vielzahl an zu betreuenden Patientinnen und Patienten
  • Überstunden und Schichtarbeit
  • enormer emotionaler Stress durch große Verantwortung
  • wenige oder keine sozialen Kontakte aufgrund spezieller Arbeitszeiten
  • schlechte Ernährung und wenig Schlaf
  • großer Konkurrenzdruck
  • fehlende Wertschätzung
  • zusätzliche Belastung durch Konfrontation mit Krankheiten und Tod

Burnout unter Ärzten ist ein weit verbreitetes Problem. Etwa 75 Prozent der Ärzte haben das Gefühl, dass die Gestaltung ihrer Arbeitszeiten sie in ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit beeinträchtigen. Mindestens 20 Prozent der Mediziner und Ärzte leiden an einem Burnout-Syndrom. Über die Hälfte sind gefährdet oder zeigen bereits erste Burnout-Anzeichen. Je nach Studie liegt außerdem die Suizidrate um das 1,3- bis 3,4-Fache höher als bei der Allgemeinbevölkerung. Innerhalb der Berufsgruppe liegt ein erhöhtes Risiko bei Krankenhausärzten und -ärztinnen (insbesondere Assistenzärzten und -ärztinnen) vor, die sich neben der Arbeit am Patienten im Schichtdienst weiteres Fachwissen aneignen und sich für eine Fachrichtung entscheiden müssen. Zeit für das Privatleben und Erholung ist meist kaum noch vorhanden. Dies sind bereits erste mögliche Ursachen für eine spätere Erkrankung am “Ärzte-Burnout“.

Für zahlreiche Ärzte ist zu Beginn ihrer Karriere der Beruf vielmehr eine Berufung, die dem Wunsch zugrunde liegt, anderen Menschen zu helfen. Im Laufe der Zeit nimmt das eigene Engagement durch das hohe Verantwortungsbewusstsein und den Drang nach Höchstleistung immer weiter zu. Nimmt dies überhand, kann das krank machen und sich ein Weg ins Ärzte-Burnout bahnen. Typischerweise durchlaufen Betroffene dabei drei Phasen:

  • Phase 1: Die Anfangsphase ist häufig von Hyperaktivität geprägt. Hier wird mehr in Quantität und Qualität geleistet, als nötig wäre, und bereits an Kräften gezehrt, die nicht mehr vorhanden sind. Als Folge treten häufig dauerhafter Stress, Stimmungsschwankungen und Unzufriedenheit auf.
  • Phase 2: In dieser Übergangsphase kommt es zu einem Rückzug, vor allem aus dem sozialen Bereich von Freunden und der Familie. Eigene Ziele gibt es nicht mehr und viele Betroffene verfallen dem reinen Dienst nach Vorschrift. Die Gefühlswelt schlägt um in Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Schuld- und Versagensängste. Viele kapseln sich von ihren Bedürfnissen ab und entfremden sich von der eigenen Person.
  • Phase 3: In der Endphase des Burnouts bei Ärzten bestimmen Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit und Passivität das Krankheitsbild. Symptomatisch ähnelt der Zustand dem einer schweren Depression. Als Fluchtversuch aus dieser Situation wenden sich Betroffene oft dem Missbrauch von Substanzen wie Nikotin oder Alkohol zu. Es können außerdem Suizidgedanken auftreten.

Entscheidend dabei: Sie müssen mit dieser Belastung nicht allein bleiben. Holen Sie sich professionelle Hilfe und finden Sie Ihren Weg zurück in den Alltag.

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