Umgang mit Menschen mit Persönlichkeitsstörungen – Tipps für Angehörige

Persönlichkeitsstörungen können Beziehungen stark belasten. Angehörige von Betroffenen erleben oft ein Hin- und Hergerissen-Sein zwischen Mitgefühl und Überforderung. Hier finden Sie Informationen und Orientierung dazu, wie Sie trotz herausfordernder Verhaltensmuster stabil und unterstützend im Kontakt mit Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung bleiben können.

Eine lachende Therapeutin im Therapiegespräch

Wir sind für Sie da: Kompetente Hilfe bei der Wahl der richtigen Therapie.

Eine Therapeutin öffnet ihren Stift, um etwas auf ein Whiteboard zu schreiben. Hinter ihr sitzen einige Personen.

Was ist eine Persönlichkeitsstörung?

Eine Persönlichkeitsstörung ist eine psychische Erkrankung, bei der bestimmte Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster dauerhaft von gesellschaftlichen Normen abweichen. Diese Muster beginnen meist im Jugendalter und können die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Selbstwahrnehmung und die Emotionsregulation mitunter stark beeinträchtigen. Es gibt verschiedene Typen, an denen Betroffene leiden können – etwa die Borderline-Persönlichkeitsstörung, die narzisstische oder die zwanghafte Persönlichkeitsstörung.

Sechs Patienten sitzen in einem Kreis und nehmen gemeinsam an einer Gruppentherapie teil.

Wie kann ich als Angehöriger helfen?

Die Beziehung zu Menschen mit Persönlichkeitsstörungen ist oft eine komplexe Mischung aus Nähe und Abgrenzung, die sowohl emotionale Belastung als auch tiefe Zuneigung mit sich bringen kann. Diese Tipps können helfen:

  • Bleiben Sie ruhig und klar in der Kommunikation
  • Reagieren Sie nicht impulsiv auf extreme Emotionen
  • Grenzen Sie sich ab, ohne sich zu distanzieren
  • Vermeiden Sie Machtkämpfe 
  • Suchen Sie Unterstützung für sich selbst
Eine Ärztin sitzt ihrem Patienten schräg gegenüber. Sie beugt sich in seine Richtung und spricht mit ihm.

Wenn Unterstützung von außen wichtig wird

Nicht jede Beziehung lässt sich dauerhaft ohne Hilfe von außen stabil halten. Professionelle Unterstützung durch einen Psychiater oder psychologischen Psychotherapeuten kann helfen, Eskalationen zu vermeiden und neue Orientierung zu finden – für Betroffene ebenso wie für Angehörige. Da jede Situation individuell ist, bieten unterschiedliche Therapieangebote Raum für Reflexion und nachhaltige Veränderung.

Soforthilfe für den Alltag mit Menschen mit Persönlichkeitsstörung

Sie möchten schnell therapeutische Unterstützung für Ihre Angehörigen finden? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Umgang mit Persönlichkeitsstörungen

Der Begriff „Persönlichkeitsstörungen” fasst verschiedene psychische Erkrankungen wie Borderline oder Narzissmus zusammen. Der Umgang mit Menschen, die an einer Persönlichkeitsstörung leiden, ist nicht immer leicht. Wissen über die Erkrankung hilft dabei, Verständnis aufzubringen und die Betroffenen gezielt zu unterstützen.

Kontakt aufnehmen

Wir stehen Ihnen zur Seite

Teilen Sie uns Ihr Anliegen über unser Kontaktformular mit.

Vielen Dank! Wir haben Ihre Nachricht erhalten.
Beim Versenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten.
Bitte versuchen Sie es in wenigen Minuten erneut.

Weitere Informationen zum Umgang mit Persönlichkeitsstörungen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Menschen mit Persönlichkeitsstörungen zeigen oft starre Verhaltensmuster, die ihnen den sozialen Umgang erschweren. Häufige Stimmungsschwankungen, starke Reaktionen und ein ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Denken können zu Konflikten und Instabilität in Beziehungen führen. Viele Betroffene haben Schwierigkeiten, sich in andere hineinzuversetzen oder flexibel auf ihr Umfeld zu reagieren. Eine klare Diagnose durch einen Facharzt ist wichtig, um passende Hilfsangebote zu finden.

Eindeutig gesetzte Grenzen sind nicht nur ein Schutzschild für Sie selbst, sondern auch ein wichtiger Wegweiser für den betroffenen Menschen. Indem Sie Ihre Bedürfnisse klar und ohne Vorwurf kommunizieren, schaffen Sie eine respektvolle Atmosphäre, die gleichzeitig stärkend und unterstützend wirkt. Geduld ist hierbei essenziell, da Menschen mit Persönlichkeitsstörungen häufig Schwierigkeiten haben, neues Verhalten schnell zu adaptieren. Dennoch dürfen Sie nicht davor zurückschrecken, Ihre Grenzen immer wieder zu verdeutlichen, auch wenn es manchmal auf Widerstände trifft. Dies hilft dabei, dauerhaft gesunde Beziehungsmuster zu etablieren. Verlässlichkeit und Beständigkeit sind entscheidende Faktoren, wenn es darum geht, die positive Wirkung der gesetzten Grenzen zu erhalten und weiterzuführen.

In vielen Fällen lautet die Antwort auf diese Frage ja. Angehörige sind oft eng in Beziehungsmuster eingebunden. Eine begleitende Angehörigenberatung oder -therapie kann helfen, Dynamiken zu verstehen und konstruktiv zu verändern.

Belastungen im Umgang mit Persönlichkeitsstörungen können stark sein. Die emotionale und psychische Anstrengung fordert den Angehörigen oft viel Geduld und Verständnis ab. Daher ist es wichtig, regelmäßige Pausen einzuplanen und Zeit für sich selbst zu nehmen, um die eigenen Energiereserven wieder aufzufüllen. Eine Möglichkeit ist, sich aktiv mit anderen Angehörigen auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, da deren Unterstützung und Verständnis oft große Erleichterung bieten kann. Fachleute, wie Therapeuten oder Psychologen, stehen ebenfalls als Anlaufstelle bereit und können dabei helfen, Strategien zu entwickeln, um mit den Herausforderungen umzugehen. Selbstfürsorge ist kein Egoismus – sie ist notwendig, um langfristig für sich selbst und den betroffenen Angehörigen da zu sein.